• Melanie Hecker

Kerzen gießen aus Kerzenresten mit selbstgemachtem Kerzendocht - BNE mit Kindern


Kerzen zu gießen machte Kindern besonders viel Spaß, da sie dabei viel selbermachen können und die Arbeitsschritte eine Menge Abwechslung bieten. Kerzenreste finden sich in fast jedem Haushalt. Daraus kann man mit wenig Aufwand neue Kerzen herstellen. Im Video benutze ich als Gießform alte Joghurtbecher und ich drehe mir den Kerzendocht selber.

Da ich gerne experimentiere, habe ich Kerzendochte verschiedener Stärke miteinander verglichen...

Dinge selbermachen, Reste verwerten, Dinge nutzen, die vorhanden sind - all das sind außerdem auch noch wichtige Handlungsfelder in Bezug auf BNE und nachhaltigen Konsum!


Zunächst brauchst du einen Kerzendocht. Du kannst Kerzendochte fertig kaufen oder du drehtst ihn dir aus Baumwollgarn selber.

Ich habe die Kerzenfochte aus Baumwollfaden selber gedreht. Dazu schneidest du dir einen recht langen Faden ab. knotest ihn z. B. an deiner Türklinke fest, knotest in das andere Ende eine Schlaufe und steckst eine Stift durch die Schlaufe. Nun kannst du den Stift drehen und der Faden dreht sich auf. Wenn du den Faden eine ganze Weile aufgedreht hast, kannst du ihn in der Mitte festhalten, beide Enden aufeinanderlegen und dann die Enden loslassen. Die beiden Fadenhälften werden sich um sich selber wickeln und damit so hast du dir eine Kordel selber gedreht.

Wenn du zufällig einen Akkuschrauber im Haus hast, kannst du diese Arbeit wunderbar beschleunigen. Spanne einen Haken in den Akkuschrauber und deine Kordel wird viel schneller fertig.

Wenn dein Docht noch dicker werden soll, kannst du ihn auf die gleiche Weise noch einmal aufdrehen. Dabei wird die Schnur natürlich immer kürzer.

Ich habe meine Dochte miteinander verglichen:

Mein dünner Baumwollfaden steckt in der mittleren Kerze. Die Flamme ist schön klein, ich muss aber bei der brennenden Kerze immer mal wieder Kerzenwachs abgießen. Da der Docht mehr Wachs schmilzt als er verdampt, würde die Flamme sonst im Wachs ertrinken.

In der rechten Kerze habe ich den Baumwollfaden einmal miteinander verdreht. Die Flamme brennt gut, aber ich hatte den Docht nicht ganz in die Mitte der Kerze gesetzt. Dadurch läuft die Kerze am Rand aus.

Bei der linken Kerze in der Faden sogar 4fach. Es ist ein schöne große Flamme, die soviel Kerzenwachs verdampft, dass sich das Feuer in die Kerze hineinfrisst. Der Kerzenrand bleibt dabei stehen und die Flamme brennt bald in der Kerze. Auch schön.



Wenn der Kerzendocht fertig ist, bereit ich mir meine Kerzengießform vor. Ich benutze dafür gerne alte Joghurtbecher.

In den Boden steche ich in Loch, schiebe den Docht hindurch und fixiere ihn auf der Becheroberseite an einem Stöckchen.

Dann schmelze ich die alten Kerzenreste. Ich sortiere sie vorher nach Farben. Ihr solltet den Wachs am besten in Konservendosen schmelzen, die ihr in ein Wasserbad stellt. Zum einen wird euch der Wachs dann nicht zu heiß; er kann sich nämlich bei zu großer Hizte selber entzünden und außerdem werdet ihr die Töpfe bestimmt nicht wieder richtig sauber bekommen.

Ihr könnt den Wachs auch mit Wachsmalstiften einfärben.

Bevor ich den Wachs in die Kerzenformen gieße, stelle ich mir noch ein paar bunte Wachsbrocken her. Das macht meine Kerze später noch hübscher.

Dafür gieße ich farbigen Wachs auf flache Pappteller oder alte Plastikdeckel. Ich lasse sie kalt werden, löse die Wachsplatten von der Unterlage und breche sie in kleine Stückchen.

Diese bunten Stücke fülle ich nun in meinen Joghurtbecher. Dabei muss man darauf achten, dass der Docht in der Mitte bleibt.

Jetzt kommt der flüssige Wachs darüber. Sobald ein Tropfen Wachs aus dem Loch am Becherboden herausfließt, stelle ich den Becher in eine Schale mit kaltem Wasser. Dadurch wird der Wachs fest und er verschließt das Loch im Boden.

So sieht meine Kerze jetzt aus:

Ich habe sie erst mit gelbem, dann mit blauem und zuletzt mit rotem Wachs aufgegossen. Diese Kerze stelle ich ins kalte. Im Winter ist die Kerze nach 10 Minuten kalt und fest. Im Sommer dauert es wesentlich länger...

Wenn die Kerze fest ist, schneide ich den Becherrand ein und pelle den Becher von der Kerze ab, so wie ich sonst Bananen schäle.

Dann schneide ich das Stöckchen ab. Ich kann meine Kerze von beiden Seiten anzünden. Wenn mein Kerzenboden nicht ganz gerade ist, stelle ich die Kerze in eine hübsche Schale mit Sand. Da kann ich sie ausrichten und sie kann gerade abbrennen.


Wenn ihr noch mehr Ideen erhalten möchtet, Dinge selberzumachen, nützliche Dinge mit Kindern herzustellen und damit einen Beitrag zum nachhaltigen Konsum leisten möchtet, dann seid ihr bei mi genau richtig!


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Ich habe zum Ideeaustausch auch eine kleine Facebookgruppe erstellt






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